Klimawandel und begrenzte Grundwasserressourcen erfordern sparsamen Verbrauch von Trinkwasser in Haus und Garten

In unserem Verbandsgebiet hat sich der Trinkwasserverbrauch in den letzten 20 Jahren durch steigende Einwohnerzahlen und Änderung der klimatischen Verhältnisse im Durchschnitt um 50 % erhöht. Um die noch vorhandenen Grundwasserressourcen zu schonen, ist es jetzt und künftig notwendig, soviel Trinkwasser wie möglich in Haus und Garten zu sparen, um die Ökosysteme und das Trinkwasserdargebot langfristig zu erhalten.

Dies lässt sich z. B. gut realisieren, indem die Gartenbewässerung möglichst in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden durchgeführt wird, damit weniger Wasser bei hohen Temperaturen verdunstet. Es sollten außerdem moderne Bewässerungs-systeme wie die Tröpfchenbewässerung, die schon langjährig im Obstbau angewendet wird, verwendet werden. Mit diesem System erfolgt eine zielgenaue, sparsame und dosierte Bewässerung der Pflanzen und sie lässt sich nahezu bei allen Garten- und Pflanzkulturen einsetzen. Daneben sind Zisternen sehr gut geeignet, um Regenwasser aufzufangen und im Bedarfsfall zu nutzen. Auch lässt sich durch eine optimierte Gartengestaltung mit der Verwendung von geeigneten Bodendeckern, klimaresistenten Pflanzen und Laubbäumen als Schattenspender der Bewässerungsbedarf im Garten erheblich senken.

Mit all diesen Maßnahmen kann jeder Bürger einen kleinen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zum Schutz unseres Trinkwassers vor Verschwendung leisten.

Ihr WAZV

Werder (Havel), den 31.01.2021

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Die Toilette ist kein Mülleimer

Ihr Wasser- und Abwasserzweckverband bittet um Beachtung!

Immer öfter werden die Mitarbeiter des WAZV Werder Havelland zu Einsätzen gerufen, um
vermeidbare Störungen an den Schmutzwasseranlagen zu beheben. Und das nicht nur am Tage,
sondern auch nachts. Oft sind Stoffe dafür die Ursache, die in der Kanalisation nichts zu suchen haben.
Sie führen zu massiven Verstopfungen im Kanalnetz, zum Ausfall ganzer Pumpwerke und zu
erheblichen Problemen bei der Abwasserbehandlung. Das alles kostet Zeit und Aufwand und schlägt
sich letztlich auch in Ihrer Abwassergebühr nieder. Dabei lässt sich mit etwas Sorgfalt viel Ärger
ersparen.
Was also ist zu beachten? Was gehört nicht in die Toilette?
Hygieneartikel wie Windeln, Tampons, Binden, Wattestäbchen, Zahnseide und die immer
häufiger verwendeten Feuchttücher verstopfen die Abwasserleitung und gefährden Pumpen
und Anlagenteile auf Kläranlagen. Sie gehören nicht in die Toilette, sondern in den Hausmüll!
Speisereste, Öle und Fette führen zu Verstopfungen im Kanal, zu unangenehmen
Geruchsbelästigungen und zu unerwünschten Schädlingen im Kanal.

Diese Artikel gehören nicht in die Toilette, sondern in den Haus- oder noch besser in den
Biomüll.
Chemikalien wie Farbreste, Lösungsmittel oder Pflanzenschutzmittel beschädigen den Kanal
und beeinträchtigen die Funktion der biologisch funktionierenden Kläranlagen. Sie gehören
nicht in die Toilette, sondern müssen bei Schadstoffannahmestellen entsorgt werden!
Medikamente gelangen über die Kanalisation oft unverändert in unsere Badegewässer oder
das Grundwasser und gefährden so Mensch und Tier. Fragen Sie bei Ihrer Apotheke nicht nur
nach der Apothekenzeitschrift, sondern auch nach der Entsorgung unverbrauchter
Arzneimittel. Medikamente dürfen nicht in die Toilette!
Bitte beachten Sie diese Hinweise! Tun Sie damit Gutes für Mensch und Umwelt, für Ihren Wasser- und
Abwasserzweckverband und letztlich für Ihren Geldbeutel!

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