Warum Nutzungsbeschränkung?

Kundeninformation zum Neubau des Hochbehälters

Das Wasserwerk Werder kann in der Spitze 450 m³/h in das Trinkwassernetz abgeben. Da der Verbrauch in Spitzenzeiten bei bis zu 900 m³/h liegt, wird permanent Trinkwasser in den Hochbehälter Friedrichshöhe gefördert und gespeichert, um solche Spitzen abdecken zu können. Dieser hohe Verbrauch findet in den bewässerungsstarken Monaten und innerhalb bestimmter Zeiten statt. Die Speicherkapazität des Hochbehälters betrug bisher 3.000 m³. Um Platz für den Neubau zu haben, musste ein Behälter abgerissen werden und aus dem verbliebenen Behälter können nur noch 1.000 m³ Wasser in den Tages- und Abendspitzen in das öffentliche Wasserversorgungsnetz gespeist werden. Um in Spitzenzeiten dennoch die Wasserversorgung sicherstellen zu können, wurde eine Beschränkung der Verwendung von Trinkwasser für andere Zwecke als der notwendigen Trinkwasserversorgung ausgesprochen.

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Einschränkungen bei der Nutzung von Gartenwasser

Beschränkung der Verwendung von Trinkwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlage

Der Wasser- und Abwasserzweckverband Werder-Havelland (WAZV) muss in den Jahren 2020 – 2021 den 106 Jahre alten Hochbehälter in Werder auf der Friedrichshöhe durch einen Neubau ersetzen. Damit sichern wir die langfristige Wasserversorgung für unsere Kunden. Um Platz für den Neubau zu haben, ist es erforderlich, dass der alte Behälter zum größten Teil abgerissen wird. Dadurch fehlen 2.000 m³ Wasser, die während der Bauzeit nicht für die Wasserversorgung unserer Kunden zur Verfügung stehen. Durch den Zukauf von Wasser von anderen Versorgern sowie die Aktivierung und den Neubau weiterer Anlagen soll die Bereitstellung von Trinkwasser gesichert werden. Trotzdem stehen Trinkwassermengen nur begrenzt zur Verfügung, die ausschließlich für den menschlichen Gebrauch zu sichern sind.
Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass auf der Grundlage des Beschlusses der Verbandsversammlung des WAZV vom 23.12.2019 in den folgenden Teilen des Verbandsgebietes des WAZV
Stadt Werder (Havel)
Werder, Derwitz, Kemnitz, Kolonie Zern, Phöben, Plessow, Neu Plötzin, Plötzin, Töplitz, Leest, Glindow, Bliesendorf, Petzow
Groß Kreutz (Havel)
Groß Kreutz, Krielow, Bochow, Bochow-Bruch
Gemeinde Kloster Lehnin
Göhlsdorf, Damsdorf und Trechwitz
Gemeinde Schwielowsee
Ferch, Kammerode
bis auf weiteres ab dem 01.04.2020 in der Zeit von 05:00 Uhr bis 22:00 Uhr kein Trinkwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlage des WAZV entnommen werden, um landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Gärten oder Kleingärten zu beregnen, zu berieseln, zu bewässern oder zu begießen.
Ebenso ist es verboten, ab diesem Zeitpunkt und in diesem Zeitraum Hof-, Straßen- und Wegflächen, Grünflächen und Parkanlagen, Spiel- und Sportplätze, Terrassen, Dächer und sonstige Anlagen und Bauwerke mit Trinkwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlage des WAZV zu besprengen sowie Wasserbecken einschließlich Swimmingpools zu befüllen.
Ein Verstoß gegen die Verwendungsbeschränkungen würde den WAZV berechtigen, die Versorgung für diesen Kunden nach § 33 Abs. 1 Nr. 3 AVBWasserV fristlos einzustellen.

Wir bitten alle Bürger um Verständnis für diese Maßnahme.

Saß                                              Gärtner

Verbandsvorsteherin              Geschäftsführerin

Werder (Havel), den 23.12.2019

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Die Toilette ist kein Mülleimer

Ihr Wasser- und Abwasserzweckverband bittet um Beachtung!

Immer öfter werden die Mitarbeiter des WAZV Werder Havelland zu Einsätzen gerufen, um
vermeidbare Störungen an den Schmutzwasseranlagen zu beheben. Und das nicht nur am Tage,
sondern auch nachts. Oft sind Stoffe dafür die Ursache, die in der Kanalisation nichts zu suchen haben.
Sie führen zu massiven Verstopfungen im Kanalnetz, zum Ausfall ganzer Pumpwerke und zu
erheblichen Problemen bei der Abwasserbehandlung. Das alles kostet Zeit und Aufwand und schlägt
sich letztlich auch in Ihrer Abwassergebühr nieder. Dabei lässt sich mit etwas Sorgfalt viel Ärger
ersparen.
Was also ist zu beachten? Was gehört nicht in die Toilette?
Hygieneartikel wie Windeln, Tampons, Binden, Wattestäbchen, Zahnseide und die immer
häufiger verwendeten Feuchttücher verstopfen die Abwasserleitung und gefährden Pumpen
und Anlagenteile auf Kläranlagen. Sie gehören nicht in die Toilette, sondern in den Hausmüll!
Speisereste, Öle und Fette führen zu Verstopfungen im Kanal, zu unangenehmen
Geruchsbelästigungen und zu unerwünschten Schädlingen im Kanal.

Diese Artikel gehören nicht in die Toilette, sondern in den Haus- oder noch besser in den
Biomüll.
Chemikalien wie Farbreste, Lösungsmittel oder Pflanzenschutzmittel beschädigen den Kanal
und beeinträchtigen die Funktion der biologisch funktionierenden Kläranlagen. Sie gehören
nicht in die Toilette, sondern müssen bei Schadstoffannahmestellen entsorgt werden!
Medikamente gelangen über die Kanalisation oft unverändert in unsere Badegewässer oder
das Grundwasser und gefährden so Mensch und Tier. Fragen Sie bei Ihrer Apotheke nicht nur
nach der Apothekenzeitschrift, sondern auch nach der Entsorgung unverbrauchter
Arzneimittel. Medikamente dürfen nicht in die Toilette!
Bitte beachten Sie diese Hinweise! Tun Sie damit Gutes für Mensch und Umwelt, für Ihren Wasser- und
Abwasserzweckverband und letztlich für Ihren Geldbeutel!

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